Helfen Sie HIV-infizierten Kindern!

StiHckK ist Hessische Stiftung des Monats

Der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, hat die Stiftung "Hilfe für chronisch kranke Kinder" als Stiftung des Monats Dezember 2016 ausgezeichnet.

 

"Die Stiftung unterstützt Kinder und Jugendliche, die an HIV oder einer anderen chronischen Erkrankung leiden, und ihre Familien. Mit ihrer Arbeit hilft sie ihnen, Ängste abzubauen, den Alltag zu meistern und so weit wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Hierzu gehören auch rechtliche Hilfe oder die Unterstützung von bedürftigen Familien, beispielsweise durch die Übernahme der Fahrtkosten ins Krankenhaus", sagte der Regierungssprecher bei der Urkundenübergabe. 

 

Die im Jahr 2006 gegründete Stiftung ist eine Unterstiftung der "Stiftung Diakonie Hessen". Sie ist aus der psychosozialen Betreuung von Mädchen und Jungen und ihren Familien an der Kinderklinik des Universitätsklinikums Frankfurt hervorgegangen. Derzeit werden in Frankfurt etwa 80 HIV-exponierte und knapp 100 infizierte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betreut.

 

Aufgrund der relativ kleinen Anzahl von Kindern, die in Deutschland HIV-infiziert sind, gibt es nur wenige Einrichtungen, die speziell auf ihre Bedürfnisse eingehen. Daher ist die Ambulanz in Frankfurt auch über die Landesgrenzen Hessens hinaus Anlaufstelle. "Die Stiftung 'Hilfe für chronisch kranke Kinder' leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Ihre Arbeit erfordert ein hohes Maß an Hingabe, Mut und Ausdauer, für das ich mich herzlich bedanke", sagte der Regierungssprecher.


Aus 3 mach 4!

Im Jahr 2016 wurden letztmals alle Zustiftungen und Spenden an StiHckK bonifiziert. Für 3 Euro gab die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau jeweils einen Euro dazu. Das galt bis zu einer Obergrenze von 30.000 Euro, so dass eine maximale Bonifizierung von 10.000 Euro erreicht werden konnte.

 

Herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben!

 

Ab dem Jahr 2017 kann die jährliche Zuwendung der Stiftung für die psychosoziale Begleitung der Kinder und ihrer Familien deutlich erhöht werden. Bisher wurden bereits 233.000 Euro zur Verfügung gestellt.


33 Bilder für StiHckK versteigert

Anja Döbritz-Berti, Inhaberin des bekannten Frankfurter Auktionshauses W.M. Döbritz, versteigerte in der Katharinenkirche an der Hauptwache in Frankfurt am Main bei einer Charity-Auktion 33 Bilder, die in der Kunsttherapie der HIV-Ambulanz der Uni-Kinderklinik Frankfurt am Main entstanden sind.

Mit den Erträgen der Auktion von 2.350 Euro wird die psychosoziale Begleitung der HIV-infizierten Kinder und deren Familien unterstützt. Sehr viele davon sind Flüchtlinge. 

Vor der Auktion gaben die Kunsttherapeutin Jule Heid und der Leiter der HIV-Ambulanz der Uni-Kinderklinik, Dr. Dr. Christoph Königs, Einblicke in ihre Arbeitsfelder. 

Die Bilder  www.stihckk.de 


HIV-infiziert - und dann?

Knapp 100 Kinder und Jugendliche mit einer HIV-Infektion leben im Rhein-Main-Gebiet. Und zusätzlich etwa 80 Babys von HIV positiven Müttern, die zur Behandlung in die Klinik kommen.

Die meisten dieser Kinder leben isoliert, da in ihrer Umgebung niemand wissen soll, dass sie HIPV positiv sind. Und es gibt dazu noch viele Ängste in unserer Gesellschaft, die durch Unkenntnis über diese Erkrankung gefördert werden. Dies führt dazu, dass sich viele Erkrankte noch mehr zurückziehen. Sie finden dann auch nur schwer Freunde und können mit niemand außerhalb ihrer Familie über Fragen sprechen, die direkt oder mittelbar mit der Krankheit zusammenhängen.

 

Neben der lebensnotwendigen medizinischen Versorgung, die überwiegend in der Immundefekt-Ambulanz der Uni-Kinderklinik Frankfurt am Main stattfindet, ist daher auch eine psychosoziale Begleitung notwendig. Dabei können alle Fragen geklärt werden, für die es sonst keinen Raum gibt. Leider wird diese wichtige Begleitung der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien nicht von Krankenkassen oder anderen offiziellen Stellen finanziert. Die Ambulanz in Frankfurt am Main ist inzwischen die größte ihrer Art in Deutschland.


Menschen mit Fluchterfahrungen

Die meisten Kinder und deren Familien, die in der HIV-Ambulanz der Uni-Kinderklinik in Frankfurt am Main medizinisch versorgt werden, stammen aus Krisengebieten, haben Flucht und Vertreibung erlebt. Viele sind aus Äthiopien oder Eritrea nach Frankfurt gekommen, weil Sie sich Hilfe erhoffen. Annette Pach ist Sozialpädagogin. Sie betreut Familien, die ganz gezielt zur Behandlung in die Gerinnungs- und Immundefektambulanz kommen, aber eben auch die Menschen, die nach einem Test hier erst erfahren, dass sie und ihre Kinder HIV positiv sind. Für viele bricht eine Welt zusammen. Die Diagnose stellt das bisherige Leben auf den Kopf, zerstört oft genug auch Partnerschaften.

In ihren Heimatländern hätten die Kinder kaum Überlebenschancen. Hier lernen sie die Sprache und es ist schnell normal, in die Immundefekt-Ambulanz zu kommen. Sie erfahren, dass trotz HIV-Infektion eine Zukunft mit sehr guter Lebensqualität und normaler Lebenserwartung vor ihnen liegt. Und dass im Alltag die Angst vor Ansteckung unbegründet ist. Bild: Annette Pach


"Das liebe Geld...

 ... ist ja gar nicht immer lieb. Es ist auch teuer. Und manchmal gestohlen. Manchmal verdient, unversteuert, zu viel, zu wenig und oft ungerecht verteilt. Geld macht manchmal richtig glücklich. Auf Dauer und garantiert aber auch nicht. Manchmal ist Geld gespendet. Dann ist es ein Geschenk und daher können wir es dann wohl "liebes Geld" nennen.

 

Bei der Stiftung Hilfe für chronisch kranke Kinder (StiHckK) kümmern wir uns darum, dass Geld lieb bleibt - und setzen es mit Liebe ein: Für Kinder und Jugendliche und ein großes Experiment der Hoffnung: Dass Kinder mit einer HIV-Infektion und deren Familien gut begleitet werden und dass es der Menschheit gelingen wird, AIDS erfolgreich zu bekämpfen.

 

Das haben Kinder und Jugendliche übrigens mit dem Geld gemeinsam: Sie sind nicht nur lieb. Aber uns sind sie teuer. Und wir wünschen uns, dass sie erfahren: Das Leben ist ein Geschenk und sie selber haben viel zu geben."

 

Großartig, dass Sie uns für die Betreuung HIV-infizierter Kinder Geld anvertrauen. Vielen Dank!

 

(Textübernahme mit freundlicher Erlaubnis der Theopoetin Christina Brudereck - Bild: Scheckübergabe der Biotest AG an StiHckK, von links: Dr. Dr. Richard Linde, Stiftungsbeirat; Dr. Joachim Herborg, Biotest AG; Annette Pach, Uni-Kinderklinik Frankfurt am Main)


Herzlichen Dank an alle Spender und Zustifter!

Bei einer Spendenaktion anlässlich eines runden Geburtstags wurden 1.245 Euro für StiHckK gespendet.
Aus einem Vermächtnis wurden 1.120 Euro zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen der Kunstauktion erhielt StiHckK Zuwendungen in Höhe von 2.350,50 Euro. In diesem Zusammenhang wurde von zwei Beiratsmitgliedern die Bilderrahmen, sowie der Imbiss und die Grafikkosten für die Erstellung der Einladungskarten in einem Gesamtwert von 1.148,29 Euro gespendet.
Die Besucher der Ideenmesse "Lust auf Gemeinde" der EKHN 2015 in Gießen ließen StiHckK 254 Schoko-Goldtaler zukommen, die von der Evangelischen Bank 1:1 in Euro umgewechselt wurden.

Mit 6.000 Euro unterstützt der Sparkassenverband Hessen die Kunsttherapie in der HIV-Ambulanz. Die Mittel werden über StiHckK für die Kunsttherapie für chronisch kranke Kinder in der Uni-Kinderklinik zur Verfügung gestellt.

  

Herzlichen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer!

 

Hierzu gehören Leserinnen und Leser des Evangelischen Magazins CHRISMON, die sich mit einem Betrag von 1.009 Euro beteiligten.

Einige Evangelische Kirchengemeinden im Rhein-Main-Gebiet haben in ihren Gottesdiensten eine Kollekte für StiHckK erhoben.


Bankverbindung

Landesbank Hessen-Thüringen

IBAN: DE44 5005 0000 5044 3600 47

BIC: HELADEFF

Onlinespende

Kontakt

Stiftung Hilfe für chronisch kranke Kinder
c/o Ev. Krankenhausseelsorge an der Uni-Klinik Frankfurt am Main
Pfarrerin Elisabeth Knecht
Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt am Main
Telefon: 069-7947-6111
E-Mail: stihckk (at) sinn-stiften.de


"HIV ist heute therapierbar"

Die kleinen HIV-Patienten der Ambulanz werden einer antiretroviralen Therapie unterzogen, sie erhalten Medikamente, die die Vermehrung des Virus hemmen, bis unter die Nachweisgrenze. Betreut werden aber auch Säuglinge, deren Mütter erkrankt sind, bei denen aber noch unklar ist, ob sie selbst auch infiziert sind. Wenn die Infektion früh genug diagnostiziert und behandelt wird, liegt das Risiko einer Ansteckung unter einem Prozent.

"HIV ist heute therapier-, wenn auch nicht heilbar", sagt Richard Linde (Bild rechts), bis 2014 Leiter der Immundefekt-Ambulanz der Uni-Kinderklinik und Mitglied des Stiftungsbeirats. Die Betroffenen müssen ein Leben lang Medikamente einnehmen, um das Virus in Schach zu halten. "Diese Situation Jugendlichen zu vermitteln, die einfach nur ein normales Leben führen wollen, ist schwer". Sage ich es meinen Freunden oder verlassen sie mich dann? Werde ich einen Partner finden, der damit leben kann?, all das sind Fragen, die zu der täglichen Arbeit und Lebenshilfe zählen.