Würde bewahren - trotz Demenz

Stiftungsfonds DiaDem

Logo von DiaDem

Mit diesem Stiftungsfonds wollen die Diakonie Hessen und die Stiftung Diakonie Hessen die Situation von demenzkranken Menschen und ihren Angehörigen verbessern.

Konkret geschieht dies durch den Auf- und Ausbau von regionalen Betreuungsstrukturen - sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen. Zudem werden modellhafte Projekte gefördert, die zum Beispiel die Verbesserung von motorischen und mentalen Fähigkeiten und die kulturelle Teilhabe von demenzkranken Menschen im Blick haben. Weiterhin sollen pflegende Angehörige bei ihren aufreibenden Aufgaben entlastet werden. Studien, die aktuelle Aspekte demenzkranker Menschen reflektieren und Perspektiven entwickeln gehören auch zum Förderspektrum.

Der Stiftungsfonds DiaDem wurde 2008 durch die Bereitstellung eines Teils aus einer Erbschaft für das Diakonische Werk Wiesbaden eingerichtet und mit Hilfe der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und von zahlreichen Privatpersonen auf ein Vermögen von über 1 Mio Euro ausgebaut. Die Förderungen überstiegen zum 10. Jubiläum des Stiftungsfonds erstmals die Grenze von 1 Mio Euro.

Neben den Stiftenden und den zahlreichen Personen, die gute Projekte zugunsten von demenzkranken Menschen und ihren Angehörigen in die Tat umsetzen, gilt ein besonderer Dank den engagierten Mitgliedern des Stiftungsfondsbeirates, die bereits weit über 100 Antrage auf ihre Förderfähigkeit geprüft und bei einem positiven Ergebnis eine Unterstützung veranlasst haben.


10 Jahre. 100 Projekte. 1.000.000 Mio Euro Fördermittel. DANKE!


Über 100 Demenzkoffer für lokale Projekte

Wer Menschen aktivieren will, soll auch mit dem nötigen Material ausgestattet werden. Auf Anregung der Referentin für Gerontologie in der Diakonie Hessen, Dagmar Jung, stellt der Stiftungsfonds DiaDem die Mittel zur Bestückung und Bereitstellung einer Grundausstattung zur motorischen und mentalen Anregung von demenzkranken Menschen bereit. Diese "Demenzkoffer" können Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen bei der Diakonie Hessen kostenfrei erhalten. Aus dem Stiftungsfonds DiaDem wurden dafür bisher 85.000 Euro bereitgestellt.




Demenznetzwerke im ländlichen Raum

Der Stiftungsbeirat hat sich zur vordringlichen Aufgabe gesetzt, den Auf- und Ausbau von Versorgungsstrukturen in ländlichen Regionen zu fördern. Hierzu wurden bereits für den Odenwald, den Taunus, sowie für das hessische Hinterland (Kreis Marburg-Biedenkopf) insgesamt 268.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ergänzt werden diese regionalen Netzwerke durch besondere Angebote, wie zum Beispiel das Café Mittendrin im Kreis Marburg-Biedenkopf (siehe VideoClip). Auf dem Bild (rechts) überreicht Dr. Eberhard Schwarz (2.v.r.), stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung Diakonie Hessen, den Förderscheck für das Café Mittendrin an Helmut Kretz, Helmut Giebeler und Diana Gillmann-Kamm (von links).



Was wirkt nachhaltig?

Ausgebildete Clowns und Clowninnen nehmen einen Scheck der Stiftung Diakonie Hessen entgegen

Die Fördergelder des Stiftungsfonds DiaDem sollen gemäß den Richtlinien der Stiftung Diakonie Hessen so eingesetzt werden, dass sie nachhaltig wirken. Eine gute Möglichkeit dazu ist die Investition in die Ausbildung von ehren- oder hauptamtlich tätigen Personen. So wird die Ausbildung von Demenzlotsinnen und -lotsen in Krankenhäusern unterstützt, die Schulung von Freiwilligen, die Aufgaben in der Tagesbetreuung zur Entlastung von Angehörigen übernehmen - oder auch eine Ausbildung zu Clowninnen und Clowns in Altenheimen, wie das Beispiel in dem folgenden VideoClip zeigt:



Und in den Städten?

Einzelne Städte im Einzugsbereich der Diakonie Hessen haben bereits sehr erfolgreich Netzwerke aufgebaut, um demenzkranke Menschen und deren Angehörigen spürbar zu unterstützen und zu entlasten. Hierbei ist die Stadt Wiesbaden Vorreiter. Das Diakonische Werk ist mit zahlreichen innovativen Projekten (siehe folgendes Video) dabei und konnte inzwischen das erste von DiaDem geförderte Tanzprojekt mit öffentlichen Mitteln verstetigen. Bis zu 100 Personen nehmen beschwingt an den monatlichen Angeboten teil. Das Diakonische Werk Wiesbaden hat im Jahr 2008 mit einem Betrag von 100.000 Euro aus einer Erbschaft den Stiftungsfonds DiaDem gegründet. Insgesamt hat der Stiftungsfonds inzwischen den Aufbau von Demenznetzwerken und die Etablierung von sinnvollen Projekten in Städten mit einem Betrag von 259.000 Euro gefördert.





Wer ist hier eigentlich dement?

Diese Frage taucht durchaus auf bei Aufführungen von Theaterprojekten die in gemischten Gruppen von dementen und nichtdementen Personen eingeübt werden. Mehrere solcher spannenden Projekte konnten durch den Stiftungsfonds DiaDem gefördert werden - zum Beispiel in Eschborn-Niederhöchstadt und im Kreis Offenbach. Insgesamt wurden hierfür bisher 17.500 Euro für die fachliche Anleitung und die Präsentation zur Verfügung gestellt.



Bankverbindung

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Evangelische Bank   

Beirat

Norbert Kartmann (Vorsitzender)
Irene Eckstein
Ursula Frühauf
Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer
Barbara Koblitz
Prof. Dr. Johannes Pantel
Prof. Dr. Werner Vogel

Informationen

Wikipedia: Demenz

 

 

Portrait von Carolin Ohlig

Kontakt

Stiftungsfonds DiaDem
Frau Carolin Ohlig
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 7947 - 6111

E-Mail: ohlig (at) sinn-stiften.de

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